Über uns

logo BfWDas BürgerAktiv für Warnow (BAW) hat sich im Sommer 2013 gebildet, nachdem den Bürgern der Gemeinde die Straßenbaupläne des Landkreises vorgestellt wurden. Im Rahmen der geplanten Bauarbeiten mit Verbreiterung der Ortsdurchfahrtsstraße auf 6 m würde die Fällung von 75 Allee-Linden notwendig werden und daraus die Zerstörung des Charakters des Ortsbildes resultieren. Überdies ist unbegreiflich, warum die Ortsdurchfahrt 6 m breit sein soll, wenn alle Zufahrtsstraßen schmaler sind.
Ziel des BAW war daher, eine Umplanung des Straßenbaus von 6 auf 5 m Breite anzuregen. Dieses Ziel wurde erreicht, so dass die Chance besteht, die geschützte Allee in Warnow zu erhalten und zugleich die überfällige und langersehnte Straßensanierung zu realisieren.

Das BAW versteht sich aber nicht nur als „Alleenretter“, sondern engagiert sich als eingetragener Verein gemeinnützig für vielfältige kommunale Belange. Um kommunalpolitisch Einfluss zu nehmen, trat das BAW bei der Kommunalwahl 2014 erstmals über die Liste der SPD an und erreichte 18,9%. Ein Mitglied unserer BI sitzt seitdem im Gemeinderat!

Am 5. August 2014 wurde die oben erwähnte 5m – Planung, die 40 Bäume gerettet hätte, in einer Gemeinderatssitzung offiziell vorgestellt. Sie hatte aber auf Grund fadenscheiniger Sicherheitsbedenken im LKW Begegnungsverkehr keine Chance – bei 1,7 LKW / Stunde!
Diese Sitzung war eine gut organisierte Demonstration dörflicher Machtinszenierung: massives Auftreten einiger Befürworter der radikalen 6m – Variante ließ für sachliche Diskussionen keinen Raum. Neutrale Beobachter sprachen sogar von “ Pogromstimmung „. Hier war jeder Einwand sinnlos.

Bis auf den Vertreter der BI stimmten alle Gemeinderäte für die fatale 6m – Variante.

Selbstverständlich achten wir als Bürgerinitiative demokratische Entscheidungen, halten die in ihrer Auswirkung destruktive Entscheidung des Gemeinderates aber nach wie vor für unverantwortlich und angesichts einer allseitig tragfähigen Alternative ( 5m ) für kontraproduktiv. Diese gewissenlose Zerstörung von Natur und historischem Ortscharakter wird auch von den Trägern öffentlicher Belange nicht mitgetragen werden.

Das BAW ist unverändert der Meinung:

  • die geplante Veränderung steht in keinem Verhältnis zum Verkehrsaufkommen
  • direkt neben dem NSG Santower See wird eine historische Allee vernichtet
  • das Gesetz schützt alle Alleen in MV – besonders in Verbindung mit einer Kopfsteinpflasterstrasse
  • alle zu- und abführenden Strassen sind deutlich schmaler
  • Sicherheitsargumente beziehen sich nur auf Fahrzeuge, nicht auf Fussgänger und Radfahrer
  • die angekündigte Pflanzung neuer Alleebäume ist aus Platzgründen unglaubwürdig.

Wir sehen mit Fassungslosigkeit wie das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Kreis NWM eine so weitreichende Entscheidung auf die dörfliche Ebene herunterdelegieren.

Wir halten das für inakzeptabel.

Noch steht unsere Allee und wir setzen uns tatkräftig und gegebenenfalls auch juristisch dafür ein.

Wer uns dabei unterstützen möchte, kann spenden oder Vereinsmitglied werden.

Vereinssatzung des BAW

 

 

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